Erstes englisches Eis in Durham

Schon etwas herumgekommen heute - ja, nach dem Vormittag in Newcastle sind wir nicht nur körperlich sondern auch geistig nicht mehr ganz so leistungsfähig wie heute morgen. Dennoch machen wir uns auf zur Erkundung der seeeeehr grünen, weich aussehenden Stadt.


(romantischer Ausblick auf die Kathedrale)

Durham ist ziemlich klein, vor allem mit der frischen Erinnerung an Newcastle (wo wir vor 11 Zugminuten noch waren). Doch gerade das fanden wir unglaublich süß, vor allem nachdem Damien seine "creepy stairs" entdeckt, die, ähnlich wie in Chester, ihren Eingang auf einer Straße haben und einen an einem ganz anderen, unerwarteten Ort wieder ausspucken. Nur dass hier kleine Schilder dem Unkundigen erklären, wo er am Ende landen wird. Ein paar dieser schmalen Treppen und schon habe ich meine Orientierung verloren...


(Damiens "Creepy stairs")

Wir besteigen den Kathedralenhügel und bewundern das ziemlich eindrucksvolle Bauwerk. Das Schloss, dessen einsamer Überrest dagegen etwas traurig wirkt, fasziniert nicht so. Da wir schon ziemlich viel gesehen haben, verzichten wir großzügig auf Begehungen und gönnen uns lieber ein Eis auf dem Marktplatz, natürlich am Eiswagen.


(Kathedrale)

Wieder mal ist es die sehr englische Mentalität die uns hier sogar schon vor fünf alle Marktbegehungs- und Schaufenster- und Vintageshopping-Möglichkeiten verbaut. Als auch noch diverse Beschwerden wie Blasen, Knöchelschmerzen, beginnende und abklingende Erkältungsbeschwerden sowie chronischer I-Phone-Batterie-Mangel dazukommen, machen wir uns auf den Weg von einem Hügel auf den anderen - quasi von Kathedrale zu Bahnhof. Dort haben wir einen ganzen Warteraum nur für uns selbst (auch dort setzt sich die kleinstädtischere Atmosphäre gemütlicherweise fort, anscheinend stranden hier Reisende samstags nicht so oft), um alle unser Leiden mit Tabletten, Schuhe ausziehen und Steckdosen lindern, bis unser Zug kommt. Der bringt und nach Leeds, wo wir mit dem Taxi in das 8 Meilen entfernte Hotel fahren (der Bus fährt natürlich nur aller Stunden, und natürlich haben wir gerade einen verpasst), die einzige Unterkunft die noch verfügbar und bezahlbar war. Nach Instant-Tassensuppe (ein Hoch auf die Standard-Tee-Einrichtung in Hotelzimmern in England) fallen wir also alle in einen wohlverdienten Schlummer.


(Für den müden Reisenden sieht die weiche Landschaft sehr verlockend aus)


Fazit: Durham ist klein, aber gemütlich. Leider war in unseren Köpfen und Füßen nicht mehr genug Kapazität um wirklich alles zufriedenstellend zu entdecken, aber für ruheliebende Reisende eher zu empfehlen als unsere vorherige Destination.

7.5.14 18:20

Letzte Einträge: Leiden in Leeds, Zu Besuch bei Mr W. Shakespeare, Eine Woche voller Goodbyes, Von der (glücklicherweise) schwächelnden Leistung des englischen Wetterberichts

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